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Osterpredigt 2019

 

Wisst Ihr eigentlich, wie eine der ältesten Geschichten von Ostern endet?

Sie endet so: „Sie flohen vor dem Grab, denn Zittern und Entsetzen hatten sie ergriffen.

Und sie sagten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich.“

 

Später wurden diese Zeilen ergänzt, denn die Geschichte von Ostern sollte nicht mit Zittern und Entsetzen aufhören. Aber Markus schreibt: Sie fürchteten sich!

 

Jesus ist gekreuzigt und begraben und - wie dort üblich - in Leinen gewickelt in eine Höhle gelegt, ein schwerer Stein verschließt das Grab. Zwei Frauen wollen zu ihm, sich von ihm verabschieden und ihn noch einmal reinigen. Als sie am frühen Sonntagmorgen ankommen, ist der Stein zur Seite gerollt.

Ein junger Mann sitzt im Grab, rechts vom Grab (auf der traditionellen Glücksseite) – und begrüßt die Frauen: "Fürchtet euch nicht!"

Ein typischer Gruß für Engel: Habt keine Angst!  Die Frauen fürchten sich dennoch, es ist kein Leichnam da, der Engel redet von Auferstehung.

 

Sie verstehen es nicht, wie ich in vielen Trauergesprächen oder nach Beerdigungen auch oft nichts verstehe.

Und sie fürchten sich.

Sie fürchten sich, weil ihre Gedanken noch beim Tod sind und nicht mehr bei dem neuen Leben.

Da habe ich es besser – Hoffnung hält mein Leben hoch, für mich, für die, die ich lieb habe, aber auch für alle anderen, und für jeden, an dessen Grab ich spreche.

 

Als die Frauen zum Grab gehen, bringen sie zwei Dinge mit. Sie bringen wohlriechende Öle, damit wollen sie den Toten einölen, damit wollen sie den Geruch des Todes überdecken. Sie sind bereit, den Tod zu akzeptieren und ihn wahrzunehmen. Sie sind aber auch noch mit dem Vergangenen beschäftigt, denn der Tod kam in das Leben und macht Angst.

 

Das ist das zweite, das die Frauen mitbringen: Ihre Sorgen und ihre Angst.

Wie kriegen wir den Stein von des Grabes Tür fort? Wie kriegen wir die Angst von unserer Seele?

Die Angst, die das Herz verschließt wie der Stein das Grab. Diese Angst kann niemand alleine fortrollen. Wegwälzen können ihn nur die anderen, die Freunde und Weggefährten, Gott wird dafür sorgen, dass der Angststein zur Seite gerollt wird.

 

Denn das ist das, was der Engel ihnen am Ende sagt: "Habt keine Angst, sondern geht und sagt den anderen, dass das Leben vielmehr ist als das, was der Tod euch einreden will. Bleibt nicht am Grab stehen, sondern geht ins Leben zurück, da werdet ihr den Toten sehen."

 

Und Jesus – das Leben – begegnet in der Folgezeit Menschen und hilft ihnen weiter auf.

Da wird das Herz leichter und die Angst wird weniger.

Er bringt Menschen in Bewegung, andere zu trösten und selber zu Boten einer lebensspendenden Nachricht zu werden.

 

Klar, man kann alles anders erklären, und heutzutage wird gerade in der Anonymität des Internets über alles gelacht und alles zerredet, angezweifelt und kritisiert.

Trotzdem: Wenn Jesus nicht mitgehen würde in den fremden Haushalt, vor dessen Tür ich stehe und nicht weiß, was mich an Angst und Sorgen erwartet, an Traurigkeit und Schmerz – dann würde ich im Bett liegen bleiben. Dann würde ich jeden Tag im Bett liegen bleiben, auch an diesem sonnigen Ostersonntagmorgen.

 

Markus beendet seine Erzählung mit: "Sie fürchteten sich sehr. Das ist ein gutes Ende, denn jeder muss für sich selber schauen, ob er in Furcht verharren will oder den Mut aufbringen will, Licht und Leben zu sehen, wo andere den Tod wahrnehmen."

 

Unglaublich?

Mag sein, aber ich möchte diese Geschichte fortschreiben in mein ganz normales Leben hinein.

Dazu muss ich keine Fortsetzung der Bibel drucken, denn sowohl dieses Buch als auch mein Leben ist offen. Und ich lasse mir vom Engel allmorgendlich sagen: "Fürchte dich nicht, steh auf und geh!"

Mittelalterliches Gedrängel

Wer etwas ganz anderes erleben mag, der ist herzlich eingeladen zum mittelalterlichen Markt

in Falkenburg. Es gibt viel zu sehen und zu erleben, und natürlich ist der Eintritt für alle frei.

Seid also herzlich willkommen!

Samstag, 31. August und Sonntag, 1. September 2019

Sportweg 2, 27777 Ganderkesee

Weihnachtsgottesdienst

Der jährliche Weihnachtsgottesdienst am 24. Dezember findet statt um 16:00 Uhr 

grundsätzlich in der Sporthalle Sportweg 2, 27777 Ganderkesee.

Es spielt für uns der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehrganderkesee.